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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Leppersdorf

Die Geschichte der Feuerwehr kann in Leppersdorf bis in das Jahr 1880 zurück verfolgt werden.


In einer Statistik des sächsischen Landesverbandes werden 40 Mitglieder der Feuerwehr bei 778 Einwohner aufgeführt. Eine vom Gemeinderat 1885 aufgestellte und von der Regierung bestätigte Feuerwehrordnung für die Gemeinde Leppersdorf verpflichtete alle gesunden männlichen Einwohner vom 25. bis 50. Lebensjahr zur Teilnahme an einer Pflichtfeuerwehr.
Eine Entschädigung für die geleistete Arbeit gab es damals schon nicht.
Wohl aber Strafen von 1 bis 10 Mark für Mitglieder, die nicht zu den Einsätzen erschienen.
Bürger, die gegen die Feuerwehrordnung verstießen, konnten mit Geltstrafen bis zu 30 Mark oder mit Haftstrafen bis zu 14 Tagen bestraft werden.


Als Löschgeräte standen zwei Handdruckspritzen zur Verfügung, die so genannte alte Spritze,
Baujahr 1876, und eine neuere aus dem Jahr 1911.
Nach dem zweiten Weltkrieg versammelten sich die Gründungsmitglieder der
Freiwilligen Feuerwehr Leppersdorf am 1. Juni 1946 mit ihrem neuen Wehrleiter Georg Rosenkranz.
Da eine der Handdruckspritzen abtransportiert worden war, beschloss man die Anschaffung einer Tragkraftspritze und einer zur Alarmierung dringend benötigten Sirene. Zur Finanzierung dieser Ausrüstung fehlte damals das Geld, so dass eine Sammlung initiiert wurde. 145 Spender, die Beträge zwischen 50 Pfennig und 100 Mark beitrugen, ermöglichten es,
dass mit 1821,50 Mark eine Sirene, ein Anhänger und eine Tragkraftspritze gekauft werden konnte.
Diese Summe wurde anlässlich eines Feuerwehrvergnügens durch eine Tombola aufgestockt.
Als Preise gab es vor allem Getreide, Kartoffeln, Gemüse bzw. Brot. Mit einem Zentner Kartoffeln konnten dann Saugschläuche eingetauscht werden.


Ab 1965 hatte Leppersdorf mehr als 1000 Einwohner. Die Sollstärke erhöhte sich hierdurch auf 40 Kameraden.
Das sollte durch die Aufnahme von Frauen erreicht werden. Es ließ sich aber trotz aller Bemühungen nicht realisieren.
Erst 1977 wurde dann die Zahl der 40 Kameraden erreicht. Eine Problem, das zu DDR Zeiten unendlich viel Mühen verursachte, war die Ausrüstung mit Geräten und Bekleidung. Es fehlten überwiegend Uniformen und Einsatzanzüge. Fast jedes Jahr gab es Schwierigkeiten. In einem Jahr wurden z.B. von den bestellten Uniformen nur vier Schirmmützen ausgegeben. Selbst die Auszeichnungen mussten verschoben werden, da die Medaillen zum Engpass geworden waren.
1956 erhielt die Freiwillige Feuerwehr von der Radeberger Brauerei einen LKW vom Typ Steyr.
Dieses Fahrzeug, Baujahr 1944, wurde unter der Leitung des Kameraden Burgfried Gräfe zum Zugfahrzeug umgebaut. Es versah bis 1968 seinen Dienst.
Im Jahr 1969 erhielt die Feuerwehr ein gebrauchtes Löschfahrzeug vom Typ Garant. Dieses Fahrzeug, dass bis 1989 seine Dienste erbracht hat, steht heute im Feuerwehrmuseum Fulda und wurde durch ein Löschfahrzeug vom Typ LF 8 LO abgelöst.
Um diese Technik in einem einsatzbereiten Zustand zu halten, mussten die Kameraden erhebliche Leistungen und große Talente bei der Ersatzteilbeschaffung aufbringen. Sie waren mit recht stolz darauf, dass die technischen Überprüfungen mit den Prädikaten gut und sehr gut abgeschlossen werden konnten.
Neben den zahlreichen Einsätzen wurden jährlich hunderte Stunden unbezahlter Leistungen erbracht.
So erfolgte in den Jahren 1973/74 die Erweiterung des Gerätehauses auf 35 m² Grundfläche in Eigenleistung.


Das Hochwasser für Leppersdorf schon immer ein Problem darstellt, zeigen die geleisteten Katastropheneinsätze in den Jahren 1967, 1974 und 1980. Auch damals waren die Keller voll gelaufen, Brücken wurden beschädigt. Sogar die Bäckerei Kunath musste einmal ihren Betrieb einstellen.
Ihre Befähigung und Einsatzbereitschaft bewies die Wehr natürlich auch bei der Brandbekämpfung.
Zum Glück und Dank des vorbeugenden Brandschutzes waren sie nicht in jedem Jahr und überwiegend weniger spektakulär. So kam es z.B. 1959 zu einer Verpuffung mit Stichflamme in einer Wohnküche. 1961 musste ein Dielenbrand, der durch heraus fallende Glut verursacht wurde, gelöscht werden. Zum größten und folgenreichsten Brand kam es in der jüngeren Geschichte im Ort am 24. August 1984. Damals brannten die Gebäude der Rinderstallanlage bis auf die Grundmauern ab. Für die hundert Jungbullen gab es keine Rettung.


Nach der vielen Arbeit gab es natürlich auch frohe Feste. Wer, wenn nicht die Feuerwehr weis sie zu feiern. So wurden Busfahrten ins Erzgebirge, den Spreewald oder die Sächsische Schweiz unternommen. Selbstverständlich wurden auch Tanzveranstaltungen, Jubiläen und Dorffeste zur Vertiefung der Kameradschaft genutzt.


Die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr von Leppersdorf lag immer über viele Jahre in einer Hand.
So übte der schon erwähnte Kamerad Georg Rosenkranz diese Funktion von 1946 bis 1968, 22 Jahre aus. Von 1968 leitete die Feuerwehr der Kamerad Walfried Gersdorf bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 1999 über 30 Jahre. Danach übernahm Kamerad Thomas Redmer das Amt des Wehrleiters, welches er bis heute inne hat.


Die Wende in den Jahren 1989/90 wurde auch zu einer Wende in der Geschichte der Feuerwehr.
Sie brachte spürbare Verbesserungen der technischen Ausrüstung. Die Feuerwehr der bayrischen Partnergemeinde Lappersdorf übergab 1992 ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 und ein TSF Ford Transit. Im April 2000 gelang es ein LF 16-TS auf IFA W 50 aus der Landesfeuerwehrschule Nardt zu erwerben. Alle an diesen Fahrzeugen notwendigen Nachbesserungen bzw. Umbauten wurden in bewährter Weise von den Kameraden unter der Regie von Kfz-Meister Gräfe durchgeführt.
Die rasante Entwicklung der Feuerwehr setzte sich im Mai 2000 mit der Einweihung unseres neuen Gerätehauses fort.
Mit der Indienststellung eines Fabrikneuen Löschgruppenfahrzeuges von Iveco/ Magirus, dem Umbau eines VW - T4 zum Vorausrüstwagen und dem Kauf von einem gebrauchten Tanklöschfahrzeug Man/Rosenbauer ist die Neustrukturierung der Freiwilligen Feuerwehr Leppersdorf zu einer leistungsstarken Einheit abgeschlossen. Die jetzt vorhandene Technik und Ausrüstung ermöglicht es uns, auch in Zukunft alle anstehenden Aufgaben zum Wohle der Bürger zu erfüllen.


Doch dabei sollte es nicht bleiben. Im März 2013 konnte die Feuerwehr Leppersdorf ein speziell für die Autobahn ausgerüstetes Fahrzeug von Iveco Magirus in den Dienst stellen. Im Mai 2015 stellten wir auf Grund des wachsenden Unternehmens in der Gemeinde und deren Gebäudehöhe eine 39 Meter Drehleiter in den Dienst. An dieser wurden bis heut 12 Drehleitermaschinisten ausgebildet. Im September 2015 machten sich 9 Kameraden der Feuerwehr auf den weg nach Ulm in das Werk von Magirus um dort unser neues Löschgruppenfahrzeug in Empfang zu nehmen. Jetzt ist die Feuerwehr mit einer sehr guten und neuen Technik ausgerüstet und jeden Tag bemüht ihrem Anspruch gerecht zu werden.


In den vergangenen Monaten konnte man die unterschiedlichsten Schlagzeilen über die Freiwilligen Feuerwehren lesen.
So z.B. "Das ehrenamtliche Engagement ist die tragende Säule in der Demokratie." oder "Das Ehrenamt wird in Zukunft immer größere Bedeutung beigemessen." Nur was bleibt übrig von solchen Worten, die, wenn es darauf ankommt keiner mehr kennen will? Von Jahr zu Jahr wachsen die Vorschriften, Gesetzlichkeiten, der bürokratische Schreibkram.
Egal, die Feuerwehren leisten ihre Arbeit vom 01.Januar bis zum 31.Dezember rund um die Uhr. Dabei ist die öffentliche Anerkennung des Ehrenamtes und seine praktische und nicht nur verbale Würdigung von wesentlicher ja von existenzieller Bedeutung.
Auch wenn durch manche Bürger die freiwillige und ehrenamtliche Arbeit in den Feuerwehren zum Teil belächelt wird, weil man nur die Feierlichkeiten sieht, braucht die Gemeinde, brauchen alle Bürger die Feuerwehr.
Nicht zu vergessen die Arbeit der Jugendfeuerwehr. Sie ist eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Freiwilligen Feuerwehr.
Hier erhalten die Jugendlichen nicht nur eine sinnvolle Ausbildung. Mit der aktiven Nachwuchsarbeit wird, und das zeigt sich in den letzten Jahren besonders deutlich, direkt in die Zukunft der Feuerwehr investiert. So konnten seit dem Jahr 2000 insgesamt 13 Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die aktive Abteilung aufgenommen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt, im Jahr 2011, zählt die Jugendfeuerwehr Leppersdorf 20 Mitglieder!

Termine

Mi Nov 29 @19:00

FF Wachau Dienst: Besichtigung IRLS Ostsachsen

Fr Dez 01 @19:30

FF Seifersdorf Dienst: Geräteprüfung

Mi Dez 06 @19:00

FF Wachau Dienst: Knoten und Stiche

Do Dez 07 @19:30

FF Leppersdorf Dienst: Brennen / Löschen / Brandursachenermittlung

Fr Dez 08 @19:00

FF Lomnitz Dienst: Grundübung / Einsatzstelle im Winter

letzte Einsätze

12.11.2017  
Technische Hilfeleistung  
in K9258, Ortsverbindung Grünberg - Seifersdorf  
H1: VKU PKW gegen Baum, keine Person im Fahrzeug mehr Infos
03.11.2017  
Brandeinsatz  
in BAB4 AS Pulsnitz -> AS Ohorn  
B1: Rauchentwicklung aus PKW nach VKU mehr Infos
29.10.2017  
Technische Hilfeleistung  
in Seifersdorf/ Schönborner Weg  
H1: Baum auf Straße mehr Infos